Etienne Bonnot de Condillac

Geb. am 30. September 1715 in Grenoble, gestorben am 2. o. 3. August 1780 in Flux.

Condillac erhielt 1740 die Priesterweihe und schloss im selben Jahr Freundschaft mit Jean-Jacques Rousseau. In Paris gehörte er zum Kreis der Enzyklopädisten um Diderot und begann eine philosophische Publikationstätigkeit. 1752 wurde er in die Berliner Akademie gewählt und 1758 wurde er Erzieher des Prinzen Ferdinand von Parma. 1768 wurde er Mitglied der Académie française. Nachdem das Klima der religiösen Auseinandersetzungen sich verschärfte, verließ er Paris und ließ sich in Flux nieder. Der Kern seiner philosophischen Überzeugungen ist ein empirischer Sensualismus, den er von Locke übernahm und modifizierte. Demnach ist die Sinneswahrnehmung der alleinige Ursprung der menschlichen Erkenntnis. Auf seinen Lehren basiert u.a. die französische philosophische Schule der ›Idéologie‹.

Werke von oder mit Etienne Bonnot de Condillac:


reihe

Umschlagfoto

Etienne Bonnot de Condillac: Cours d’étude pour l’instruction du Prince de Parme: Grammaire

Nouvelle impression en facsimilé de l’édition de Parme 1775.

Avec une introduction par Ulrich Ricken.
GU 19
1986
LI, 356 S.
Leinen
ISBN 978-3-7728-0787-9
Lieferbar
€ 98,–
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