Johannes Reuchlin

1455–1522, Jurist und Humanist.

Nach dem Studium in Freiburg i. Br., Paris, Basel, Orléans und Poitiers wurde er 1484/85 in Tübingen zum Dr. iur. civ. promoviert. Seine juristische Karriere (Anwaltstätigkeit, Beisitzer am württ. Hofgericht, Rat Graf Eberhards im Bart und Pfalzgraf Philipps des Aufrichtigen) erreichte mit der Ernennung zum Richter des Schwäbischen Bundes (1502–1513) ihren Höhepunkt. Gegen Ende seines Lebens (1520–1522) wurde Reuchlin Professor für Griechisch und Hebräisch in Ingolstadt und Tübingen. Als neulateinischer Dichter (Komödien ›Sergius‹ und ›Henno ‹), Gräzist, Hebraist und Philosoph (›Das wundertätige Wort‹ von 1494 und ›Die Kunst der Kabbala‹ von 1517) war er neben Celtis, Erasmus und Melanchthon der wohl einflußreichste Vertreter des nordeuropäischen Humanismus. Wegen seines Eintretens für die Rechte der Juden und die Bewahrung der jüdischen Literatur gilt er als Vorläufer der Judenemanzipation und als Vorkämpfer für die Freiheit der Wissenschaft.

Werke von oder mit Johannes Reuchlin:


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Johannes Reuchlin: Briefwechsel

Herausgegeben von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften in Verbindung mit der Stadt Pforzheim.

1999-2012
4 Bände
Leinen
ISBN 978-3-7728-1982-7
Lieferbar
€ 548,–

werkausgabe

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Johannes Reuchlin: Briefwechsel Leseausgabe

Im Auftrag und mit Unterstützung der Stadt Pforzheim.

In deutscher Übersetzung von Georg Burkard und Adalbert Weh.
2000-2011
4 Bände
1132 S.
Broschur
ISBN 978-3-7728-2019-9
Lieferbar
€ 138,–

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