Ludwig Feuerbach

Geb. am 28. Juli 1804 in Landshut, gest. am 13.September 1872 in Rechenberg.

Feuerbach studierte zunächst Theologie in Heidelberg, ging dann nach Berlin um dort bei Hegel ein Studium der Philosophie zu beginnen. 1828 promovierte er in Erlangen nach zweijährigen, hauptsächlich naturwissenschaftlichen Studien und noch im gleichen Jahr habilitierte er sich. Zwei Jahre später erschien anonym sein erstes Werk, Gedanken über Tod und Unsterblichkeit, das verboten und beschlagnahmt wurde. Philosophiegeschichtlichen Studien folgte Über Philosophie und Christentum (1839) und zwei Jahre später die Fortsetzung seiner Religionskritik im Hauptwerk Über das Wesen des Christentums. Darin vertrat er den Gedanken eines anthropozentrischen Kerns der Religion, wonach der Gottesbegriff lediglich die Projektion menschlicher Eigenschaften auf ein nicht-menschliches Objekt zum Zweck der Selbsterkenntnis darstellt. Das Werk besaß eine große Wirkung auf seine Zeitgenossen, unter anderem auf Marx und Engels. Er wandte sich im Anschluß an seine kritische Betrachtung der Religion ebenfalls vom Hegelschen Idealismus ab und vertrat eine materialistische Grundposition. 1848 verfolgte er die Debatten in der Paulskirche, seine Thesen erfuhren einen großen Zuspruch der Studenten und 1848/49 hielt er im Heidelberger Rathaus Vorlesungen über das Wesen der Religion.

Werke von oder mit Ludwig Feuerbach:


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Einzelausgaben

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Die Hegelsche Linke

2., unveränderte Auflage. Texte aus den Werken von Heinrich Heine, Arnold Ruge, Moses Hess, Max Stirner, Bruno Bauer, Ludwig Feuerbach, Karl Marx und Sören Kierkegaard.

Ausgewählt und eingeleitet von Karl Löwith.
1988
288 S.
Leinen
ISBN 978-3-7728-0195-2
Lieferbar
€ 74,–
© frommann-holzboog Verlag e.K. 2018