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Karl Leonhard Reinhold: Band 2: Korrespondenz 1788–1790

2007
XXI, 372 S., 10 Abb., 17,7 x 25,4 cm.
Leinen
Deutsch
ISBN 978-3-7728-0828-9
Lieferbar
Einzelpreis:
€ 328,–

Dieser Band zeigt uns Reinhold auf der Höhe seines Ruhmes und Wirkens, im Austausch mit den Größen seiner Zeit. Wir erhalten insbesondere einen Einblick in seinem gewaltigen Einsatz, um die Philosophie Kants zu erläutern, zu verbreiten und weiterzuentwickeln. Neben zahlreichen Aufsätzen und der überarbeiteten Ausgabe der ›Briefe über die Kantischen Philosophie‹ begründet er in seinen beiden Werken ›Versuch einer neuen Theorie des menschlichen Vorstellungsvermögens‹ und ›Beyträge zur Berichtigung bisheriger Mißverständnisse der Philosophen‹ seine eigene Philosophie. – Wichtigster Briefpartner ist Kant, doch mit Jacobi, Fülleborn, Justi, Abicht, Garve, Heydenreich, Nicolai, Biester, Schlichtegroll, Voß, Girtanner und Platner ist das ganze Spektrum der philosophischen Positionen umfasst. Damit steht Reinhold im Zentrum der philosophischen Diskussion seiner Zeit. Weitere Korrespondenten sind Wieland, Baggesen, Döderlein, Batsch und Göschen. – Der Band enthält ausführliche Sach-, Personen- und Ortsregister sowie Verzeichnisse der Schriften und Rezensionen Reinholds aus dem Zeitraum 1788–1790.

Rezensionen

Ralf Georg Bogner, Germanistik

Die [... ] Brief-Ausgabe wird mit dem [...] vorliegenden 2. Band in bewährter, vorbildlicher editionsphilologischer Qualität fortgesetzt. Die Textherstellung bewegt sich auf höchstem Niveau, die Kommentierung lässt kaum Wünsche offen.

Ralf Georg Bogner,
Germanistik
Peter Volk, Zeitschrift für Internationale Freimaurerforschung

Das Buch ist eine grandiose editorische Leistung. Als Quellenedition ist der Band vorbildlich. Die Bearbeiter haben so genau wie möglich gearbeitet, sodass in Zukunft auch wissenschaftliche Fragen, die sich heute noch nicht stellen, durch ihre Edition beantwortbar sein werden.

Peter Volk,
Zeitschrift für Internationale Freimaurerforschung
Alessandro Lazzari, Freiburger Zeitschrift für Philosophie und Theologie

»Neben Reinholds Werken stellt sein umfangreicher Briefwechsel die wichtigste und für die heutige Forschung unumgehbare Quelle für die genaue Ausmessung der Bedeutung, die dieser lange unterschätzte Denker in der Ausgestaltung der kantischen und nachkantischen Philosophie einnimmt. Der von Reinhold während eines halben Jahrhunderts geführte briefliche Austausch mit Persönlichkeiten seiner Zeit – darunter Kant, Fichte, Schiller, Novalis, Jacobi und Wieland –, aber auch mit Freunden, Verwandten, Kollegen und Schülern, gewährt einen wertvollen Einblick in die komplexe Verflechtung von Motiven und Umständen, aus denen Reinholds Philosophie hervorgegangen ist, und in die Vielseitigkeit der von ihr ausgegangenen Impulse und Anregungen. Dass diese unersetzliche philosophiegeschichtliche Quelle, die über lange Zeit so gut wie unbekannt war – nur ein kleines Bruchstück dieses Briefwechsels ist im 19. Jahrhundert in Teilnachdrucken veröffentlicht worden –, dem heutigen lesenden und forschenden Publikum zumindest teilweise wieder zugänglich ist, ist das Verdienst der vom Frommann‐Holzboog Verlag publizierten Korrespondenzausgabe der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.«

Alessandro Lazzari,
Freiburger Zeitschrift für Philosophie und Theologie
© frommann-holzboog Verlag e.K. 2019