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Johannes Reuchlin: Band II: 1506–1513

2003
LXV, 727 S., 17,3 x 24,8 cm.
Leinen
Deutsch
Latein
ISBN 978-3-7728-1984-1
Lieferbar
Einzelpreis:
€ 148,–
Bearbeitet von Matthias Dall'Asta und Gerald Dörner.

Der Band enthält rund 240 Briefe, in denen Reuchlin unter anderem grammatische und exegetische Fragen behandelt und als Richter des Schwäbischen Bundes mit den Prozessparteien korrespondiert. Zentrales Thema des privaten Briefwechsels dieser Jahre ist Reuchlins Auseinandersetzung mit der Kölner theologischen Fakultät um sein Gutachten über die jüdische Literatur, das er 1511 im ›Augenspiegel‹ gegen die Anfeindungen Johannes Pfefferkorns verteidigt hat. Reuchlins amtlicher Briefwechsel gilt dagegen verschiedenen, sich über mehrere Jahre hinziehenden Prozessen; er wird zusammenhängend, jeweils ergänzt durch Übersichten zu den mündlichen Verhandlungen, in den Appendizes präsentiert. Eine beigegebene chronologische Liste aller Briefe lässt das Nach- und Nebeneinander von humanistischem Briefwechsel und Amtskorrespondenz sichtbar werden.

Rezensionen

Wilfried Setzler, Schwäbische Heimat

Auch dieser zweite Band [bietet] einen hervorragenden Einblick in die Welt des deutschen Humanismus, aber auch in das Alltagsleben im württembergischen Herzogtum, unentbehrlich für alle, die sich für das eine wie das andere interessieren.

Wilfried Setzler,
Schwäbische Heimat
Helmut Feld, Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte

Zusammen mit der Einleitung und dem hervorragenden kommentierten Apparat liegt damit ein Editionswerk vor, das höchsten Qualitätsansprüchen gerecht wird.

Helmut Feld,
Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte
Thomas Wilhelmi, Germanistik

»Die Edition des gesamten Reuchlin-Briefwechsels ist ohne Einschränkung als mustergültig zu bezeichnen.«

Thomas Wilhelmi,
Germanistik
Gerrit Walther, Historische Zeitschrift

Wiederum wird das Studium durch eine ausführliche Einleitung, beispielhafte Kommentare, mehrere Register, Zeittafeln, Literatur- und Stellenverzeichnisse erleichtert, befördert und beflügelt. Wiederum kann man das Ergebnis nicht anders als vorbildlich bezeichnen.

Gerrit Walther,
Historische Zeitschrift
Alois Schmid, Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte

Eine weit ausholende Einleitung führt vorzüglich in die Thematik ein. Der Fortsetzungsband ist mit gleicher editorischer Akribie gestaltet wie der Einleitungsband. Umfassende Indices erschließen den Band nicht nur in inhaltlicher, sondern auch philologischer Hinsicht vortrefflich. Insgesamt bleibt festzustellen, daß die Drucklegung der Briefe Reuchlins auf sehr hohem Niveau fortgesetzt worden ist.

Alois Schmid,
Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte
Marco Frenschkowski, Ebernburg-Hefte

Es ist eine besondere Freude, nach Band I der großangelegten Neuedition von Reuchlins Briefwechsel und dem 1. Band der ›Leseausgabe‹ nun auf den zweiten Band der ›großen‹ Ausgabe hinweisen zu können. Damit schreitet eines der in vieler Hinsicht bedeutenden Editionsprojekte von Humanistenbriefen zügig voran.

Marco Frenschkowski,
Ebernburg-Hefte
Thomas Wilhelmi, Germanistik

Die Edition ist mustergültig und kann es an Qualität mit der Edition des Wimpfeling-Briefwechsels aufnehmen.

Thomas Wilhelmi,
Germanistik
Jean Borel, Revue de Théologie et de Philosophie

Nous félicitons les éditeurs du soin qu'ils ont apporté à l'annotation technique et historique pour la compréhension de cette correspondance officielle. Les index de citations bibliques et autres livres, noms de lieux et de personnes, la beauté des caractères choisis, la clarté de la mise en page et la qualité du papier font de cet ouvrage une réussite.

Jean Borel,
Revue de Théologie et de Philosophie
Jean-Claude Margolin, Archiv für Reformationsgeschichte

Les compliments que je décernais alors dans cette même Revue au magnifique travail éditorial du tome 1 trouveront ici leur exacte réplique: richesse documentaire, étude minutieuse de manuscriptes qui n'avaient pas été exploités ni même explorés jusqu' ici [...]. Ce remarquable volume de 850 pages environ, servi par une typographie impeccable, fait honneur à érudition allemande, et nous fait attendre avec impatience le tome III.

Jean-Claude Margolin,
Archiv für Reformationsgeschichte
Charles G. Nauert, Sixteenth Century Journal

The editorial work represents the best sort of modern textual scholarship, and the physical production of the volume itself is correspondingly excellent. Every center for research into German humanism in the opening decades of the sixteenth century will need to have this book.

Charles G. Nauert,
Sixteenth Century Journal
Franz Josef Worstbrock, Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur

Die Ausgabe der Reuchlin-Briefe ist mit ihrem zweiten Bande dank der philologischen Exzellenz der Herausgeber, ihrer Sachbeherrschung in jedweder Kommentierung, ihrer disziplinären Gründlichkeit in allen Arbeitsschritten zu den vorzüglichsten Leistungen der heutigen Humanismusforschung zu zählen. Sie hat auch im internationalen Vergleich diesen Rang.

Franz Josef Worstbrock,
Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur
Fidel Rädle, Göttingische Gelehrte Anzeigen

Die Regeste verdienen ein besonderes Lob: sie sind sprachlich von ganz außergewöhnlicher Sorgfalt, ja Eleganz, und erleichtern durch ihre Ausführlichkeit und Genauigkeit das Verständnis der hebräischen, griechischen, lateinischen und deutschen Texte. [...] Darauf folgt ein Stellen- und Sachkommentar, der diese Edition besonders kostbar macht und schlechthin auszeichnet.

Fidel Rädle,
Göttingische Gelehrte Anzeigen
© frommann-holzboog Verlag e.K. 2019