Salomon Maimon: Band 1: Aufsätze 1789–1790, ›Versuch über die Transscendentalphilosophie‹

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Deutsch
2023
XII, 513 S., 1 Abb., 18,5 x 25,5 x 3,8 cm.
Leinen
ISBN 978-3-7728-2453-1
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eISBN 978-3-7728-3391-5
€ 298,–

Der ›Versuch über die Transzendentalphilosophie‹ (1790), in dem Maimon die Resultate der ›Kritik der reinen Vernunft‹ »schriftlich aufgesetzt« und ihnen »Einige Anmerkungen hinzugefügt« hat, gilt als Geburtsstunde der spekulativen Kant-Auslegung. Mit ihm behauptet Maimon, eine »Vereinigung der Kantischen Philosophie mit dem Spinozismo« unternommen zu haben. Darüber hinaus setzt er sich mit Leibniz, Wolff, Baumgarten und Hume auseinander. Kant war der Meinung, »daß nicht allein niemand von [seinen] Gegnern [ihn] und die Hauptfrage so wohl verstanden, sondern nur wenige zu dergleichen tiefen Untersuchungen soviel Scharfsinn besitzen möchten, als Hr. Maymon«. Für Fichte war durch Maimon »die ganze Kantische Philosophie [...] von Grund auf umgestoßen«. Ergänzend finden sich hier Maimons übrige deutsche Schriften von 1789 bis 1790, wobei die Auseinandersetzung mit Kant im Mittelpunkt steht.

Rezensionen

Jelscha Schmid, Hegel-Studien 58 (2024)

»Der erste Band der historisch-kritischen Gesamtausgabe liefert einen gelungenen Auftakt zur lang erwarteten neuen Edition von Salomon Maimons philosophischen Schriften. Gerade für die immer noch kleine, aber immer wachsende Forschungsgemeinschaft rund um Maimons Philosophie ist das Projekt einer Gesamtausgabe von unschätzbarem Wert. [...] Gerade die sorgfältigen Untersuchungen und zahlreichen wichtigen Hinweise zu Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte sind ein wichtiger Teil des großen Mehrwerts der Gesamtausgabe. Marinelli und Radrizzani schaffen damit endlich eine zuverlässige und organisierte Quelle für all jene Informationen, die sich bisher nur versprengt über einzelne Forschungsbeiträge auffinden liessen. [...] Der vorliegende erste Band der kritischen Gesamtausgabe zu Maimon liefert also zusammenfassend eine exzellente Grundlage zum Studium von Maimons Texten und schafft bereits große Vorfreude auf den nächsten Band.«

Jelscha Schmid,
Hegel-Studien 58 (2024)
Patrick Cerutti, Revue philosophique no. 4/2025

»Und es stimmt, dass der Essay über die Weltseele, der diesen Band abschließt, uns davon abhält, ihn zu einem bloßen Kommentator Kants zu machen, denn zu glauben, dass die Idee einer Weltseele notwendig sei, um die Natur der leibniz’schen verworrenen Ideen zu erklären, und dass sie ganz im Sinne des Systems der Epigenese liege, ist für sich genommen alles andere als kantisch.«

Patrick Cerutti,
Revue philosophique no. 4/2025
Martin Bondeli, Freiburger Zeitschrift für Philosophie und Theologie 71 (2024)

»Was den im vorliegenden Band neuedierten Versuch über die Transscendentalphilosophie angeht, haben die Herausgeber keinen Aufwand gescheut, diesen ersten großen Wurf Maimons zu Kants theoretischer Vernunftkritik in eingehender Weise zu dokumentieren.«

Martin Bondeli,
Freiburger Zeitschrift für Philosophie und Theologie 71 (2024)
Cord-Friedrich Berghahn, Germanisch-Romanische Monatsschrift, 74.3/2024

»Inhaltlich lässt der Kommentar keine Wünsche offen. Maria Caterina Marinelli und Ives Radrizzani zeigen in ihren Anmerkungen nicht nur, wie intim Maimon mit der philosophischen und mathematischen Diskussion seiner Zeit und mit deren Traditionen vertraut war, sondern rekonstruieren auch die diskursive Vernetztheit des Versuchs mit dem Denken.«

Cord-Friedrich Berghahn,
Germanisch-Romanische Monatsschrift, 74.3/2024
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