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Friedrich Heinrich Jacobi: Band 5,1-2: Briefwechsel 1786

Nr. 1307-1608. Beilagen: ›Zum Tode Moses Mendelssohns‹ – ›Hamanns »Fliegender Brief«‹. Gefördert von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Kommentar von Irmgard Huthmacher.
Unter Mitwirkung von Rebecca Paimann und Janina Reibold.

Das Jahr 1786 ist für Jacobi ein Jahr zahlreicher Auseinandersetzungen – das bezeugen sowohl der umfangreiche Briefwechsel als auch die Schriften, an denen Jacobi arbeitet. Der Streit mit Mendelssohn über Lessings ›Pantheismus‹ (inklusive der Schrift ›Wider Mendelssohns Beschuldigungen‹), die mit den Berliner Aufklärern geführte Kontroverse über den »Kryptokatholizismus«, schließlich Jacobis Englandreise mit den Vorarbeiten zu seiner Studie über David Hume werden, begleitet von einem textkritischen Apparat und Quellennachweisen, ausführlich kommentiert. Erstmals wird Jacobis Arbeit an den zahlreichen Entwürfen zu Hamanns ›Fliegendem Brief‹ exakt dokumentiert und in einer Beilage erläutert; eine weitere Beilage dokumentiert die Auseinandersetzungen um den Tod Moses Mendelssohns.

Rezensionen

Theologische Literaturzeitung

»Nicht nur für die Jacobi-Forschung, sondern vor allem auch für die Hamann-Forschung ist dieser Kommentar in zwei Teilbänden unverzichtbar.«

Theologische Literaturzeitung
Wilhelm G. Jacobs, Philosophisches Jahrbuch

»Das gerade ist der Gewinn einer historisch-kritischen Edition, dass der Leserschaft eine Suche, welche ihre Möglichkeiten sehr bald überschreitet, abgenommen wird. Man findet dank der Arbeit einiger Spezialisten in wünschenswerter Vollständigkeit jene Erläuterungen, welche durchweg Jacobis Briefwechsel verständlich machen. Es muss noch gesagt werden, dass Jacobi über die geistigen Bewegungen seiner Zeit bestens informiert war. Der Briefwechsel gibt daher ein lebendiges Bild der Bewegungen jener für die Geistesgeschichte so bedeutsamen Epoche, und so eröffnet sich dem Leser ein weiter Blick in die Welt des späten achtzehnten Jahrhundert.«

Wilhelm G. Jacobs,
Philosophisches Jahrbuch
Harald Schwaetzer, Coincidentia

»Wie auch im Falle anderer Philosophen der Zeit, etwa Schelling, nimmt der Briefwechsel eine besondere Rolle im Schaffen Jacobis ein. Gerade der Brief ist in jener Zeit eines der zentralen Medien, um philosophische Gedanken in einem halbgeschützten Medium mit einer gewissen Intimität entwickeln zu können. [...] Die Bände zeigen einmal mehr, dass Briefeditionen eine wichtige Quelle zum Verständnis der Denkbewegungen und der Gedankenentwicklungen der philosophischen Autoren und ihrer Zeit darstellen.«

Harald Schwaetzer,
Coincidentia
© frommann-holzboog Verlag e.K. 2018