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Jahrbuch der Psychoanalyse: Band 52: Karl Abrahams Begriff der Traumatophilie in der heutigen Diskussion

2006
232 S., 4 Abb., 14,7 x 20,8 cm.
Broschur
Deutsch
ISBN 978-3-7728-2052-6
Lieferbar
Einzelpreis:
€ 56,–
Vorzugspreis für Mitglieder der IPV und deren Zweige, der DPG und DGPT:
€ 46,–
Vorzugspreis für Studierende und AusbildungskandidatInnen (gegen Vorlage einer Bescheinigung):
€ 28,–

Schlagwörter

Der Traumabegriff hat im psychoanalytischen Diskurs der letzten Jahre Konjunktur. Ursachen dafür sind die allmählich gewachsene Fähigkeit, Extremtraumatisierungen mit ihren Langzeitfolgen besser ins Auge zu fassen (z.B. Genozidopfer), das geschärfte Bewusstsein für gesellschaftliche und kulturelle Missstände sowie Fälle von Kindesmissbrauch und Vergewaltigung, die auch die Fachöffentlichkeit aufrütteln und das Augenmerk völlig zu Recht auf kranke, destruktive und missbräuchliche Tendenzen in der Gesellschaft lenken. Allerdings leidet in diesem Zusammenhang oftmals die Komplexität des Traumabegriffes, wie er von Freud konzipiert war: Oft wird einseitig der Faktor der äußeren Realität als Traumaursache betont, die inneren Faktoren werden jedoch vernachlässigt. – In diesem Themenband untersuchen namhafte Autoren diese komplexen Verhältnisse aus heutiger Sicht vor dem Hintergrund von Karl Abrahams grundlegender Arbeit zur Traumatophilie aus dem Jahr 1907.

Editorial

  • Karl Abraham: Das Erleiden sexueller Traumen als Form infantiler Sexualbetätigung Artikel kaufen
  • Michael I. Good: Verführung, Entführung und die Disposition zum Trauma: Die Idee Karl Abrahams und der Mythos der Persephone
  • Franco De Masi: Sexualität oder Sexualisierung? Eine frühe Intuition Karl Abrahams Artikel kaufen
  • Ulrike May: Erbitterung und Nachdenklichkeit – Über Freuds Kommentar zu einem frühen Aufsatz von Karl Abraham Artikel kaufen
  • Angela Graf Nold: 100 Jahre Peinlichkeit – und (k)ein Ende – Karl Abrahams frühe psychoanalytische Veröffentlichungen und die »sexuelle Frage« Artikel kaufen

Geschichte:

Theorie:

  • Lilli Gast: Mensch ist der, der grenzenlos verliert … Zur (Psycho-)Logik des Verlustes Artikel kaufen

Freud als Briefschreiber:

  • Gerhard Fichtner: »Gegeben in unserer derzeitigen Residenz zu Lübeck«. Ein Brief des frischvermählten Ehepaars Freud an Emmeline und Minna Bernays aus dem Jahre 1886

Buchessay:

  • Johann-Peter Haas: Spur und Umschrift – Die konstitutive Bedeutung von Erinnerung in der Psychoanalyse.

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