Band 6: Anonymus [Johann Joachim Müller] (1661–1733)

Kritisch hrsg. und kommentiert von Winfried Schröder.
Umschlagfoto
1999
PhC I,6
252 S., 15,5 x 21,0 cm.
Leinen
Deutsch
Latein
ISBN 978-3-7728-1931-5
Lieferbar
Einzelpreis:
€ 172,–

Das lateinische Buch ›Über die drei Betrüger‹ (Moses, Jesus und Mohammed) ist das klassische Dokument der religionskritischen Untergrundliteratur und zugleich einer ihrer rätselhaftesten Texte. Seine Zuschreibung und Datierung sind bis heute umstritten: Die gegenwärtig diskutierten Vorschläge reichen vom 15. bis ins späte 17. Jahrhundert. Bisher unbekannte Indizien weisen die Schrift nun sicher dem früher schon einmal verdächtigten Hamburger Juristen Johann Joachim Müller zu, der sie ausweislich mehrerer voneinander unabhängiger Zeugnisse im Jahre 1688 oder kurz zuvor verfasste. Der in den bisherigen Ausgaben stets auf der Grundlage der stark fehlerhaften Drucke des 18. Jahrhunderts präsentierte Text wird hier erstmals in kritischer Edition vorgelegt. – Dem lateinischen Traktat ist eine noch seiner Epoche zuzurechnende Übersetzung – ›Von den Betrügereyen der Religionen‹ (1761) – zur Seite gestellt. Die bisher unbekannte, in nur einer Handschrift überlieferte Übertragung stammt von Johann Christian Edelmann, der den Text mit einem ebenso umfassenden wie gedankenreichen Kommentar versehen hat.

Inhalt:

  • [Anonymus] Johann Joachim Müller (1661–1733)]: De imposturis religionum (De tribus impostoribus). Von den Betrügereyen der Religionen.

Dokumente:

Rezensionen

Angelika Dörfler-Dierken, Neue Zürcher Zeitung

Müllers [...] Schrift [gebührt] Interesse, weil sie zu den frühesten Äusserungen eines philosophisch begründeten Atheismus im deutschen Sprachraum zählt. Ein umfassendes Literaturverzeichnis und ein Personenregister runden die Ausgabe der Disputationsthesen Müllers und ihrer auszugsweisen und kommentierten Übersetzung durch Edelmann ab.

Angelika Dörfler-Dierken,
Neue Zürcher Zeitung
© frommann-holzboog Verlag e.K. 2019