Johann Gerhard: Enchiridion consolatorium morti ac tentationibus in agone mortis opponendum (1611)

Kritisch herausgegeben, kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Matthias Richter.
Umschlagfoto
2002
DeP I,5,1-2
2 Bände
528 S., 4 Abb., 15,7 x 20,9 cm.
Leinen
Deutsch
Latein
ISBN 978-3-7728-1959-9
Lieferbar
Einzelpreis:
€ 178,–

Gerhards ›Enchiridion‹ ist ein Handbuch gegen die verschiedensten Anfechtungen, im besonderen das Sterben und den Tod. Gerhard hat die Arbeit an diesem Trostbuch zwischen dem Tod seines ersten Kindes und dem seiner ersten Frau beendet. Ein fiktiver Dialog zwischen einem Angefochtenen und einem Tröster behandelt 46 Fragen, Zweifel und Anfechtungen von den Vorboten des Todes bis hin zur Strenge des Jüngsten Gerichts. Das Trostbuch, das in einer langen Tradition der »Bereitung zum Sterben« (ars moriendi) steht, wird durch ein Gebet in Krankheit und Not abgerundet. Dem kritisch edierten lateinischen Wortlaut steht eine 1611 erschienene deutsche Übertragung gegenüber. Ein kommentierender Apparat weist die Zitate aus der Bibel, den Werken der Kirchenväter sowie der mittelalterlichen und zeitgenössischen Theologie nach. Ein Nachwort ordnet die Schrift in den theologie- und literarhistorischen Kontext ein, Register erschließen das Werk.

Rezensionen

Otfried Czaika, Jahrbuch der finnischen Gesellschaft für Kirchengeschichte

Richter hat mit der Ausgabe von Gerhards Enchiridion eine editorisch sehr gelungene Arbeit vorgelegt und ordnet diesen Text zudem in ein hermeneutisches Umfeld ein. Kritik gegen Richters Vorgehen läßt sich dabei weder bezüglich der Edition noch seines kommentierenden Nachwortes anbringen.

Otfried Czaika,
Jahrbuch der finnischen Gesellschaft für Kirchengeschichte
© frommann-holzboog Verlag e.K. 2020