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Melanchthon und Europa

2001
MSB 6,1
305 S., 6 Abb.
Gebunden
Deutsch
ISBN 978-3-7728-2250-6
Neuauflage in Vorbereitung

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1. Teilband: Skandinavien und Mittelosteuropa.

Im 16. Jahrhundert wurde dem bedeutenden Reformator und Humanisten Philipp Melanchthon der Ehrentitel »Lehrer Deutschlands« (Praeceptor Germaniae) verliehen. Mit dem Beginn der jüngeren Melanchthonforschung wurde jedoch deutlich, dass die Ehrenbezeichnung »Praeceptor Germaniae« viel zu kurz greift, um der tatsächlichen Bedeutung Melanchthons für die damaligen Länder Europas auch nur annähernd gerecht zu werden. Die in diesem Band vorliegenden Beiträge dokumentieren erstmals den nachhaltigen Einfluss, den Melanchthon durch seine Schüler und das humanistische Netzwerk des damaligen Europa für die Kirchen- und Reichspolitik, Bekenntnisbildung und Theologenausbildung und für den Universitäts- und Wissenschaftsbetrieb zwischen Island und Transsylvanien tatsächlich ausübte.

Inhalt:

I. Teil: Melanchthon und Skandinavien

  • Leif Grane: Melanchthons prägender Einfluß auf die Reformation in den skandinavischen Ländern
  • Wilhelm Friese: Reformation und Literatur in Nordeuropa
  • Reimer Hansen: Heinrich Rantzau
  • Peter Voswinckel: Als Philippist in der Entscheidung. Zur Berufswahl des dänisch-lübeckischen Arztes Johann Jakob Scerbecuis (1553–1633)
  • Simo Heininen: Die schwedischen Schüler Melanchthons
  • Helge Bei der Wieden: Dietmar Blefken, Island und Philipp Melanchthon
  • Sigurdur Pétursson: Melanchthon und Island
  • Risto Saarinen: Die heroische Tugend in der protestantischen Ethik. Von Melanchthon zu den Anfängen der finnischen Universität Turku
  • Minna Skafte Jensen: Peter Hegelunds Sammlung der Epigramme Melanchthons (1583)

II. Teil: Melanchthon und Mittelosteuropa:

  • Janusz Tazbir: Philipp Melanchthon im Gedächtnis der Polen
  • Janusz Mallek: Philipp Melanchthon und Polnisch-Preußen
  • Max Josef Suda: Der Einfluß Philipp Melanchthons auf die Bekenntnisbildung in Oberungarn (Confession Pentapolitana, Confession Haptapolitana und Confessio Scepusiana)
  • Emmerich Tempfli: Melanchthon und die Synode von Erdöd 20. Septmeber 1545
  • Robert Kolb: Das Erbe Melanchthons im Bekenntnis der ungarischen Bursa an der Universität Wittenberg (1568)
  • Reinhard Slenczka: Philipp Melanchthon und die orthodoxe Kirche des Ostens
  • David P. Daniel: Das umstrittene Erbe Melanchthons in Südosteuropa
  • Ágnes Ritoók-Szalay: Warum Melanchthon? Über die Wirkung Melanchthons im ehemaligen Ungarn

Rezensionen

Otfried Czaika, Jahrbuch der finnischen Gesellschaft für Kirchengeschichte

Zu zahlreichen Themen, Territorien und Personen liefern die vorliegenden Sammelbände hervorragende Denkanstöße, Material und Vorlagen für weitere Forschungen.

Otfried Czaika,
Jahrbuch der finnischen Gesellschaft für Kirchengeschichte
© frommann-holzboog Verlag e.K. 2018