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Alessandro Lazzari: »Das Eine, was der Menschheit Noth ist«

2003
SuE II,49
368 S., 14,7 x 20,5 cm.
Leinen
Deutsch
ISBN 978-3-7728-2213-1
Lieferbar
Einzelpreis:
€ 76,–

Einheit und Freiheit in der Philosophie Karl Leonhard Reinholds (1789–1792).

Nicht nur die frühen ›Merkur‹-Briefe (1786–1788), auch der ›Versuch einer neuen Theorie des menschlichen Vorstellungsvermögens‹ (1789) und die Revisionsarbeiten an der »Elementarphilosophie« erweisen sich – so Lazzari – als eminent praktisch motiviert. Die Untersuchung liefert eine Interpretation von Reinholds ›Grundlinien der Theorie des Begehrungsvermögens‹ und ihrer Stellung innerhalb des ›Versuchs‹ von 1789. Der zweite Teil der Arbeit geht den wichtigsten Änderungen in Reinholds Philosophie bis 1792 nach – der begrifflichen Trennung von Willen und praktischer Vernunft und der Aufwertung des gemeinen Verstandes gegenüber der philosophierenden Vernunft – und argumentiert schließlich, dass Reinhold schon im Sommer 1792 den Grund für seine Preisgabe der »Elementarphilosophie« legt.

Rezensionen

Martin Bondeli, Studia Philosophica

Es besteht kein Zweifel, dass Lazzari mit seiner Untersuchung – die insgesamt durch eine sorgfältige Nachzeichnung der Entwicklungsschritte des reinholdschen Denkens sowie durch eine kenntnisreiche Präsentation der damaligen Diskussionszusammenhänge und der aktuellen Reinhold-Sekundärliteratur besticht – einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über Reinholds kantische Phase geleistet hat.

Martin Bondeli,
Studia Philosophica
Georg Sans, Gregorianum

Zusammenfassend darf [...] gesagt werden, dass Lazzaris gründlich gearbeitete Untersuchung eine Reihe interessanter Einblicke in die Frühzeit des deutschen Idealismus bietet. Vor allem aber ist es das unbestreitbare Verdienst des Autors, die sachliche Eigenständigkeit des ›Versuchs einer neuen Theorie des Vorstellungsvermögens‹ gegenüber der Elementarphilosophie zur Geltung gebracht zu haben.

Georg Sans,
Gregorianum
Jörg U. Noller, Philosophische Rundschau

»Insgesamt darf Lazzaris Studie als ein Meilenstein in der neueren, praktisch interessierten Reinhold-Forschung gelten. Die Studie überzeugt durch die historisch-systematischen Detailuntersuchungen, die sich auch an Reinholds Texten im Detail bwähren.«

Jörg U. Noller,
Philosophische Rundschau
Marion Heinz, Freiburger Zeitschrift für Philosophie und Theologie

Mit der in vielem vorbildlichen Arbeit von Lazzari ist ein entscheidender Fortschritt im Verständnis von Reinholds Philosophie erzielt worden: Das mit den Begriffen des Untertitels »Einheit und Freiheit angezeigte Themenfeld hat Lazzari überzeugend und mit aller wünschenswerten Genauigkeit in der historischen Rekonstruktion nicht minder als in der Klarheit der Darstellung als ein elementares Spannungsverhältnis aufgewiesen, dessen Unruhe die Entwicklung der Philosophie Reinholds weitertreibt und das sich noch auf die nachfolgende Generation der dem Dt. Idealismus zugerechneten Philosophen überträgt.«

Marion Heinz,
Freiburger Zeitschrift für Philosophie und Theologie

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