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Globale Gerechtigkeit – Global Justice

2005
problemata 147
714 S., 14,7 x 20,5 cm.
Broschur
Deutsch
ISBN 978-3-7728-2228-5
Lieferbar
Einzelpreis:
€ 128,–

In der gegenwärtigen Debatte über die Globalisierung treffen die entschiedene Befürwortung des Prozesses und die Bedenken gegenüber seinen gravierenden Folgen für Solidarität und Demokratie aufeinander. Entscheidend ist dabei aber bereits der Weg zu einer globalen Weltordnung und dessen Rechtfertigung: Wie ist ein Globalisierungsprozess der politischen Institutionen zu denken, der den Forderungen der demokratischen Rechtsstaatlichkeit gerecht werden könnte?

Inhalt

1. Ethik der internationalen Verhandlungen und Abkommen

1.1. Politische Perspektiven

  • Hans Lindahl: Globalization and the Politics of Boundaries
  • Christian Hamm: Zu einigen Zweifeln an neueren Glücksversprechen. Bemerkungen aus brasilianischer Sicht

1.2. Juristische Perspektiven

  • Jérôme Guichard: Law, Order, Politics, and the Concept of »International ordre public«
  • Philippe Coppens: Versprechen, Vertrag und Unsicherheit im Kontext der Globalisierung
  • Stefano Mannoni: International Dispute Settlement. A Historical Outlook
  • Jean-Yves de Cara: A Turn in International Treaties. Jus cogens, Thirty Years after the Vienna Convention
  • J. Peter Burgess: War in the Name of Europe. The Legitimacy of Collective Violence
  • Micheline Egge Grung : Exploring the Tension between the Requirements of Membership in the Global Community and Membership in a Regional Security Organization

1.3. Ethik der Verhandlungen

  • Gregory Reichberg: »Unterzeichnen Sie oder wir werden Sie bombardieren!« Zur Ethik der Zwangsdiplomatie
  • Jean-Christophe Merle: Eine kantische Ethik der Integrations- und Beitrittsverhandlungen
  • Henrik Syse: »The Virtue of Negotiators« – an Analysis of Ethics in Negotiations

1.4. Kulturelle Perspektiven

  • Alessandro Pinzani: Interesse und Identität. Zur Grundlegung einer nicht-realistischen Theorie internationaler Verhandlungen am Beispiel des israelisch-palästinensischen Konfliktes
  • Paul Cobben: Gebrochene Sittlichkeit. Demokratie in der multikulturellen Gesellschaft
  • Luca Baccelli: Translating Human Rights. Universalism versus Inter-cultural Dialogue
  • Endre Begby: The Ethics of Radical Interpretation

2. Globalisierung der Öffentlichkeit?

2.1. Die Entstehung einer globalen Öffentlichkeit?

  • Paul Cobben: Über die institutionellen Voraussetzungen einer möglichen europäischen Öffentlichkeit
  • Barbara Freitag-Rouanet: Gerechtigkeit und Öffentlichkeit. Eine Diskussion mit praktischen Folgen
  • Debora Spini: »Che vi sia ciascun lo dice – ove sia nessun lo sa«. Towards a Global Civil Society
  • Alessandro Pinzani: Strukturwandel der Weltöffentlichkeit?
  • Herman van Erp: Democracy without demos? Reflections on a European res publica

2.2. Internationaler Entscheidungsprozeß und Öffentlichkeit

2.3. Globalisierung, Kultur und Darstellungen der Öffentlichkeit

  • Valérie Rosoux: Memory in International Relations. From Concealment to Recognition
  • Claude Foucart: Globalisierung der Öffentlichkeit. Architektur, Museen und Modernität
  • Alessio Scandurra: Transnational Public Opinion and the Global Media
  • Endre Begby: How Liberal is the Liberal Conception of Tolerance

2.4. Politische Rationalität und Globalisierung

3. Föderalismus und Subsidiarität

3.1. Historische Perspektiven

  • Debora Spini: Althusius on Federalism and Subsidiarity
  • Chiara Bottici: Föderalismus in den internationalen Beziehungen. Die Kantische Tradition und das Problem der domestic analogy
  • Christian Hiebaum: From Sovereignty to Subsidiarity. Can and Should There Be a Complete Shift in Paradigm?

3.2. Föderalismus und Souveränität

3.3. Der Aufbau einer föderalen Europäischen Union

  • László Trócsányi: Europäische Integration und Subsidiarität. Aus dem Blickwinkel des Botschafters eines EU-Beitrittslands
  • Herman van Erp: The European Union. A Step Towards a World Republic?
  • Oliviero Angeli: Überlegungen über die vertragstheoretische Begründung des Föderalismus im Anschluß an die europäische Verfassungsdiskussion

3.4. Föderalismus und Sozialgerechtigkeit

3.5. Föderalismus, Identität und Integration

  • Roland van Loosbroek: Federalism. Social Contract or Actualization of Freedom?
  • Alessandro Pinzani: Eine europäische Identität? Über die subjektive Dimension überstaatlicher Ordnungen
  • Paul Cobben: Subsidiarität oder Vermittlung. Kriterien zur Beurteilung der Institutionen eines föderalen Europa
  • Matthew Bagot: Subsidiarity. Catholic Theory and American Practice

Rezensionen

Zeitschrift für Politikwissenschaft

Entsprechend sei der Band (neben der allgemeinen Relevanz des Themas) vor allem denen empfohlen, die am Begriff der (globalen) Öffentlichkeit sowie an den Begriffen Föderalismus, Souveränität und Subsidiarität interessiert sind. Für sie finden sich Dutzende Beiträge von Wissenschaftlern aus ganz Europa.

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