Paulus Ricius

Paulus Ricius (Rici, Ricci, Paulus Israelita) ist neben Reuchlin der bedeutendste deutsche Kabbalist der Renaissance. Geboren um 1480 in Trient als Sohn des bischöflichen Münzjuden Reis, ließ sich als junger Mann (vor 1506) taufen. Er studierte und lehrte ab 1507 an der Universität Padua, war ein gefragter Arzt, ein in der Gelehrtenrepublik bekannter Philologe und Übersetzer aus dem Hebräischen, zugleich ein Kenner der scholastischen Theologie und Philosophie. Die Krönung von Ricius’ Karriere war seine Berufung nach Augsburg zum Hofarzt Kaiser Maximilians I. im Jahre 1514. Eine Bitte Friedrichs von Sachsen, in Wittenberg als Professor Hebräisch zu lehren, lehnte er ab. Nach dem Tode Maximilians wirkte Ricius bis zu seinem Tode 1541 als Mediziner und Ratgeber am Hof des späteren Kaisers Ferdinands I., von dem er 1530 als Baron von Sprinzenstein geadelt wurde, sowie am Hofe des Kardinals Matthäus Lang.

Werke von oder mit Paulus Ricius:

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