Allgemeine Zeitschrift für Philosophie: Demokratie als Lebensform. Heft 48.2/2023

Heftherausgeber/innen: Andreas Hetzel und Katrin Wille.
Umschlagfoto
Deutsch
Ca. 120 S.
Broschur
Juni 2023
Einzelpreis:
ca. € 32,–

Der Titel »Demokratie als Lebensform« steht für ein Forschungsprogramm, das den Fokus der politischen Philosophie über die Untersuchung institutioneller Zusammenhänge und ihrer Rechtfertigungsbedingungen hinaus erweitert. Mit der Frage, ob und wie Demokratie als Lebensform gedacht werden kann, wollen wir die Grenze zwischen dem, was als politisch gelten kann und dem, was vermeintlich nicht dazu zählt, öffnen bzw. auf eine Unbestimmbarkeit hinweisen, die diese Grenze immer wieder heimsucht.

Was Formen des Politischen sind, kann nicht im Voraus festgelegt werden, sondern ist selber Gegenstand politischer Aushandlung. Unter der Bezeichnung »Demokratie als Lebensform (democracy as a way/form of life; démocratie comme forme de vie)« sind in den letzten Jahren aus ganz unterschiedlichen Richtungen der politischen Philosophie und der politischen Theorie Überlegungen zur Erkundung von neuen Räumen und neuen Formen von Demokratie vorlegt worden. Es ist ein Anliegen dieses Schwerpunktheftes, diese Vorschläge und die je verschiedenen theoretischen Rahmungen miteinander ins Gespräch zu bringen.

Fragen, die unser Interesse daran leiten, sind die nach der theoretischen Erschließungskraft des Begriffs »Lebensform« (way/form of life, forme de vie), nach Möglichkeiten neuer Formen des Politischen etwa am Beispiel von Protestformen, nach der Aushandlung von Grenzen zwischen Politischem und Nicht-Politischen z.B. in feministischen Kämpfen, nach der Bedeutung des Affektiven für eine lebendige Demokratie und Forderungen nach Demokratisierung, nach der Rolle von Zeitverhältnissen (Gegenwärtigkeit, Kritik an Fortschrittsnarrativen), nach den Spielarten von interner und immanenter Kritik, die sich in neuen Formen des Politischen artikulieren, sowie nach einer Ideengeschichte von Demokratie als Lebensform. – Mit Beiträgen von Sandra Laugier, Daniel Kersting, Barbara Holland-Cunz, Katrin Wille und Andreas Hetzel, sowie einem Essay von Aleida Assmann zum Thema »Weisheit – ein Korrektiv für die Kultur der Moderne?«.

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