Allgemeine Zeitschrift für Philosophie. Hegels Rassismus und Kolonialismus im Verhältnis zur spekulativen Dialektik. Heft 51.3/2026

Umschlagfoto – nicht vorhanden
Deutsch
Englisch
Ca. 120 S.
Broschur
ISSN 0340-7969
Oktober 2026
Einzelpreis:
ca. € 32,–

Der von Hegel geprägten Form dialektischen Denkens wird vorgeworfen, die vielfältigen, teils gewaltsamen Widersprüche der Moderne nur deshalb aufzunehmen, um sie schließlich im »absoluten Wissen« aufzuheben. Dekoloniale und feministische Kritiken der europäischen Theorietradition heben hervor, dass unter globalen, modern-kapitalistischen Bedingungen das »transmoderne Andere« (Enrique Dussel) nicht anerkannt werde. Das Themenheft beteiligt sich an dieser Auseinandersetzung und untersucht Hegels Verhältnis zu Rassismus und Kolonialismus aus einer kritisch-aktualisierenden Perspektive auf sein Denken. Sind koloniale und rassistische Strukturen in Hegels dialektischer Methode eingeschrieben – oder lassen sie sich von ihr ablösen? Welche Möglichkeiten eröffnet Hegels Dialektik zur Dekolonisierung ihrer eigenen Strukturen – und an welchen Punkten stößt diese Kritik an ihre Grenzen? Im Dialog mit aktuellen Ansätzen aus abolitionistischer, antirassistischer, feministischer und dekolonialer Perspektive wird ausgelotet, wie eine Neuinterpretation der Dialektik aussehen könnte, die hegemoniale Ausschlüsse überwindet und neue Räume für emanzipatorisches Denken eröffnet.

Alle Bände

© frommann-holzboog Verlag e.K. 2026