Allgemeine Zeitschrift für Philosophie. Hegels Rassismus und Kolonialismus im Verhältnis zur spekulativen Dialektik. Heft 51.3/2026

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Deutsch
Englisch
Ca. 120 S.
Broschur
ISSN 0340-7969
Oktober 2026
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Der von Hegel geprägten Form dialektischen Denkens wird vorgeworfen, die vielfältigen, teils gewaltsamen Widersprüche der Moderne nur deshalb aufzunehmen, um sie schließlich im »absoluten Wissen« aufzuheben. Dekoloniale und feministische Kritiken der europäischen Theorietradition heben hervor, dass unter globalen, modern-kapitalistischen Bedingungen das »transmoderne Andere« (Enrique Dussel) nicht anerkannt werde. Das Themenheft beteiligt sich an dieser Auseinandersetzung und untersucht Hegels Verhältnis zu Rassismus und Kolonialismus aus einer kritisch-aktualisierenden Perspektive auf sein Denken. Sind koloniale und rassistische Strukturen in Hegels dialektischer Methode eingeschrieben – oder lassen sie sich von ihr ablösen? Welche Möglichkeiten eröffnet Hegels Dialektik zur Dekolonisierung ihrer eigenen Strukturen – und an welchen Punkten stößt diese Kritik an ihre Grenzen? Im Dialog mit aktuellen Ansätzen aus abolitionistischer, antirassistischer, feministischer und dekolonialer Perspektive wird ausgelotet, wie eine Neuinterpretation der Dialektik aussehen könnte, die hegemoniale Ausschlüsse überwindet und neue Räume für emanzipatorisches Denken eröffnet.

Einleitung in den Themenschwerpunkt

  • Tobias Wieland: Dekolonialität und Dialektik? (DOI 10.12857 / AZP.910510320-1)

Abhandlung

  • Rodrigo Maruy: Wie dialektisch ist Dialektik der Dependenz? Hegel und die Kritik des lateinamerikanischen Dependenzkapitalismus (DOI 10.12857 / AZP.910510320-2)
  • Jamila M. H. Mascat: Hegel, Kolonialismus und postkolonialer Hegelianismus (DOI 10.12857 / AZP.910510320-3)
  • Rocío Zambrana: Der Geist ist wessen Knochen? »Race« und Hegels Phänomenologie (DOI 10.12857 / AZP.910510320-4)
  • Tobias Wieland: Dekoloniale Kommunikation? (DOI 10.12857 / AZP.910510320-5)

Experiment

  • Maria Schwartz: Transformation einer Vorlesung. Von der antiken Philosophiegeschichte zur globalen Philosophiegeschichte des Altertums (DOI 10.12857 / AZP.910510320-6)

Buchbesprechung

  • Christopher Arnold: Schellings Clara – eine Neuausgabe seiner äußerst vielfältig interpretierten Abhandlung (DOI 10.12857  AZP.910510320-7)

Nachruf

  • Klaus Günther: Jürgen Habermas (1929–2026) (DOI 10.12857 / AZP.910510320-8)

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