Übersetzung und Überlieferung von Philosophie

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Welche Bedeutung hat das Übersetzen für die Überlieferung von Philosophie? Im vorliegenden Sammelband wird diese Frage kontrovers diskutiert – aus unterschiedlichen Perspektiven und anhand von konkreten Fällen. Ausgangspunkt dafür ist eine historische Konstellation als paradigmatisches Beispiel: die Überlieferung der akademischen Philosophie nach Japan am Ende des 19. Jahrhunderts. Das Besondere an diesem Beispiel ist, dass die Übersetzung(en) ins Japanische die Begegnung mit der westlichen Philosophie dort eingeleitet hat. Ziel der hier versammelten Beiträge ist es, die Möglichkeiten und Grenzen der Überlieferung philosophischen Denkens durch Übersetzung näher zu bestimmen.

Inhalt:

  • Ralf Müller / Aurelio Calderón / Xenia Wenzel: Editorial
  • James Garrison: Interpretation – nicht Übersetzung – und philosophische Traditionen. Methodologische Betrachtungen
  • John C. Maraldo: Zur Bestimmung der japanischen Philosophie als Über-Setzung
  • Fernando Wirtz: Übersetzung und Tradition bei Kiyoshi Miki
  • Jens Heise: Der Mensch als offene Frage – Anmerkungen zur Übersetzung von »ningen« in Watsujis Ethik
  • Miquel Siguan: Englisch und die Sprache der Wissenschaft. Über die Einheit der Sprache und die Pluralität der Sprachen
  • Thomas Gilbhard: Randbemerkungen zur humanistischen Reflexion auf Sprache und Übersetzung in der Philosophie der Renaissance
  • Xenia Wenzel: Übersetzung feministischer Philosophie als wissenschaftstheoretisches und wissenschaftssoziologisches Problem. Überlegungen zu den Implikationen der translatorischen Inkommensurabilität feministischer Denkstile
  • Aurelio Calderón: Die inhärente Unübersetzbarkeit der Philosophie. Der Fall Heidegger
© frommann-holzboog Verlag e.K. 2022