Riccardo Pozzo

Geboren 1959 in Mailand

Nach Studium der Philosophie an der Università di Milano wurde Riccardo Pozzo an der Universität des Saarlandes 1988 promoviert und an der Universität Trier 1995 habilitiert. Berufen 1996 an die Catholic University of America, 2003 kam er nach Italien am Lehrstuhl für Geschichte der Philosophie der Università di Verona zurück. Ab 2009 wirkte er als Direktor des Istituto per il Lessico Intellettuale Europeo e Storia delle Idee-CNR, bis er 2013 die Leitung des Dipartimento Scienze Umane e Sociali, Patrimonio Culturale von CNR übernahm. Bundesverdienstkreuz am Bande. Mitglied des Institut International de Philosophie, Vorsitzender des Programmausschusses für den Weltkongress der Philosophie Beijing 2018 sowie MIUR Nationalsachverständiger für Research Infrastructures in Horizon 2020.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen erstens die Logik- und Philosophiegeschichte von der Renaissance bis zum deutschen Idealismus mit Bezug auf Melanchthon, Ramus, Zabarella, Martini, Jungius, Spinoza, Malebranche, Leibniz, Wolff, Baumgarten, Meier, Ploucquet, Kant, Fichte, Schelling und Hegel, zweitens die Universitätsgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung von Halle, Helmstedt, Königsberg, Jena und Tübingen, und drittens die Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts im deutschen Sprachgebiet.
Darüber hinaus hat er die Wirkungsgeschichte des Aristotelismus auf die Philosophie der Neuzeit und der Gegenwart zum Gegenstand vieler seiner Arbeiten gemacht. Seine Methode ist die der Begriffsgeschichte.

© frommann-holzboog Verlag e.K. 2022