Bartolomé de Las Casas: Apologia gentium novi orbis. Verteidigung der Völker der Neuen Welt

Herausgegeben, eingeleitet und kommentiert von Mariano Delgado.
Aus dem Lateinischen übersetzt von Michael Lauble.
Umschlagfoto
PPR I,17.1-2
Deutsch
Latein
2025
2 Bände
CCXVII, 807 S., 6 Abb., 17,5 x 24,5 x 8 cm.
Leinen
ISBN 978-3-7728-2956-7
Lieferbar
Einzelpreis:
€ 298,–
eISBN 978-3-7728-3552-0
€ 298,–

1550–1553 verfasste Bartolomé de Las Casas (1484–1566) sein Werk ›Apologia gentium novi orbis‹ (›Verteidigung der Völker der Neuen Welt‹). Er legt darin eine Verteidigung der indigenen Völker vor, indem er gegen die Vertreter der spanischen Kolonialpolitik seiner Zeit argumentiert. Er widerspricht insbesondere Juan Ginés de Sepúlvedas Argumenten für die Eroberungskriege in der Neuen Welt, indem er die Würde und die Logik der indigenen Kulturen offensiv verteidigt. Seine ›Apologie‹ trug er bereits 1550/51 während der berühmten ›Kontroverse von Valladolid‹ vor. Sie gipfelt in einem Manifest, das auf die Einheit und Gleichheit des Menschengeschlechts zielt. Dieses Menschenbild ist die Grundlage für eine heute intendierte Weltordnung, die allen Menschen und Kulturen gleichen Rang, gleiche Würde und gleiche Rechte zuerkennt.

Rezensionen

Rainer Hank, FAZ-Kolumne „Hanks Welt“ vom 23.09.25

»Aus heutiger Sicht liest sich der Streit wie eine Vorwegnahme des Konflikts zwischen universalisierbaren (westlichen) Macht- und Moralansprüchen und der Anerkennung gleichwertiger kultureller Selbstbestimmung.«

Rainer Hank,
FAZ-Kolumne „Hanks Welt“ vom 23.09.25
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