Band 2: Friedrich Wilhelm Stosch (1648–1704)

Mit einer Einleitung herausgegeben von Winfried Schröder.
Umschlagfoto
1992
PhC I,2
329 S., 15,5 x 21,0 cm.
Leinen
Deutsch
ISBN 978-3-7728-1415-0
Lieferbar
Einzelpreis:
€ 198,–

Die nur noch in wenigen Exemplaren erhaltene ›Concordia rationis et fidei‹ galt den Theologen als eine der gefährlichsten Ausgeburten der Aufklärung. Fritz Mauthner schätzte sie als »die beste Schrift des älteren deutschen Freidenkertums«. Den Gottesbegriff der traditionellen Metaphysik, die Lehre von der Schöpfung der Welt bekämpft sie ebenso wie die von der Unsterblichkeit der Seele und der Willensfreiheit. Mit einer materialistischen Metaphysik und Psychologie, einer deterministischen Handlungstheorie und einer nicht-deontologischen Ethik und Naturrechtslehre legt Stosch zugleich den Grundriss eines systematischen Gegenentwurfs vor. Zahlreiche Theorieansätze, Thesen, nicht selten wörtliche Zitate von Gassendi, Spinoza, Locke (vermittelt durch Jean Leclerc), von Cartesianern wie Balthasar Bekker oder Dirk van Craanen und sozinianischen Theologen sind zudem in das Werk eingebunden. Durch diese Charakteristika wird es zu einem ungewöhnlich aufschlussreichen Dokument seiner geistesgeschichtlichen Epoche.

Inhalt:

  • Friedrich Wilhelm Stosch: Concordia rationis et fidei sive Harmonia philosophiae moralis (1692). Im Anhang: Übersetzung aus dem Französischen: Von dem ewigen Tode und von der Ewigkeit der Straffen der Bösen

Dokumente:

  • Acta Stoschiana (Prozessakten der preußischen Kirchenbehörden, u.a. von Spener und Pufendorf)
  • Georg Gottfried Küster: Marchiae litteratae specimen tertium (1743).

Rezensionen

Lessing Yearbook

Ein beachtliches Stück an Aufklärung über die Aufklärung bringt dieser verdienstvolle Neudruck einer wenig bekannten [...] Schrift.

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