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Primat des Praktischen. Zur Aktualität der griechischen Sophistik Heft 44.2/2019

Ca. 120 S.
Broschur
Deutsch
Juni 2019
Einzelpreis:
ca. € 38,–

Heft 44.2/2019.

Obwohl die griechische Sophistik lange schon nicht mehr als bloße Wortverdrehungskunst gilt, wird sie weiterhin in ein Kontrastverhältnis zur Philosophie gesetzt: Sie wird als Randerscheinung wahrgenommen, die philosophisches Denken zwar herausfordert, der es aber an eigener intellektueller Dignität fehlt. Die Beiträge des Schwerpunkts nehmen das Thema erneut auf und fragen nach der aktuellen Bedeutung dieser Bewegung. Dabei kristallisiert sich heraus, dass das sophistische Denken zutiefst einem Primat des Praktischen verpflichtet ist und auf dem Feld der Politik, des Rechts und der Ethik sein angestammtes Feld hat. Die Sophistik ist nicht nur eine Protophilosophie mit bestenfalls historischer Bedeutung, sondern eine praktisch orientierte intellektuelle Kultur, die sich in der Philosophie auf andere Weise fortsetzt.

  • Helmut Heit: Ahnherr des Relativismus? Protagoras und die sophistische Provokation
  • Morten Thaning / Johan Gersel: Pseudoerzieherische Rede. Platons Verständnis der Sophistik
  • Karen Piepenbrink: Sophistische und demokratieaffine rhetorische Strategien. Überlegungen am Beispiel Antiphons von Rhamnus
  • Lars Leeten: Entwicklungslinien zwischen Antilogik und Dialektik
  • Thomas Schirren: Isokrates und die Rechtfertigung des rhetorischen Lebens

Alle Bände

© frommann-holzboog Verlag e.K. 2018