Johann Gustav Droysen

*6. Juli 1808 in Treptow,
†19. Juni 1884 in Berlin.

Droysen studierte von 1826 an in Berlin Philologie und Philosophie, 1833 habilitierte er sich in klassischer Philologie. Im selben Jahr veröffentlichte er sein erstes Hauptwerk Die Geschichte Alexanders des Großen, in dem er den Begriff des Hellenismus als Epochenbezeichnung prägte. 1840 erhält er einen Ruf nach Kiel und setzt sich mit den dänischen Ansprüchen in Schleswig-Holstein als politischer Publizist auseinander. Er beteiligt sich an der Revolution von 1848, wird Abgeordneter der Paulskirche und Mitglied des Verfassungsausschusses. Seine Hoffnungen, die er auf Preußen als Garant der Einigung eines liberalen Deutschlands setzte, wurden jedoch enttäuscht als Friedrich Wilhelm IV. die Kaiserkrone ablehnte, die ihm das Frankfurter Parlament anbot. Droysen zog sich darauf aus der Politik zurück. 1850 nahm er einen Ruf nach Jena an, 1859 ließ er sich in Berlin nieder. Seine Verehrung für Preußen blieb ungebrochen und von 1855 an bis zu seinem Tod arbeitet er an einer Gesamtdarstellung der preußischen Geschichte, Geschichte der preußischen Politik (14 Bde., 1855-1886), die im Jahr 1756 endet. Bedeutend sind seine zuerst 1857 gehaltenen Vorlesungen über Enzyklopädie und Methodologie der Geschichte, später unter dem Titel Historik zusammengefaßt. In diesen Vorlesungen entwickelt Droysen die Grundzüge einer hermeneutischen Theorie, von der später Dilthey beeinflußt war.

Werke von oder mit Johann Gustav Droysen:


edition

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Johann Gustav Droysen: Historik

Historisch-kritische Ausgabe.

Herausgegeben von Horst Walter Blanke und Peter Leyh.
1977ff
Ca. 3 in 5 Bänden sowie ein Supplementband
Leinen mit Schutzumschlag.
ISBN 978-3-7728-1122-7
© frommann-holzboog Verlag e.K. 2017