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Robert Theis: Gott

FMDA II,8
374 S.
Leinen
Deutsch
ISBN 978-3-7728-1602-4
Lieferbar
Einzelpreis:
€ 98,–

Untersuchung zur Entwicklung des theologischen Diskurses in Kants Schriften zur theoretischen Philosophie bis hin zum Erscheinen der ›Kritik der reinen Vernunft‹.

Der theologische Diskurs bei Kant ist in ein philosophisches Gesamtkonzept als absolute Begründung integriert und funktioniert demzufolge nicht unabhängig von diesem. Von dieser These ausgehend, wird die Logik der Gedankenbewegung des theologischen Diskurses von der Gedankenbewegung des philosophischen Gesamtdiskurses her verständlich gemacht. Dabei zeigt sich, dass der Übergang von einer Affirmation der Existenz Gottes, so wie sie paradigmatisch im sogenannten ontotheologischen Argument formuliert wird, hin zur Affirmation Gottes als einem bloß subjektiven Vernunftbegriff später anzusetzen ist, als dies in der neueren Forschung gemeinhin angenommen wird. Es zeigt sich aber auch, dass die theologische Aussage in ihrer Funktion als Begründungsinstanz bestehen bleibt. Von da aus ergibt sich ein wichtiger Hinweis für eine Neuinterpretation des Theologiekapitels der ›Kritik der reinen Vernunft‹. Es bestätigt sich, dass die Entwicklungsgeschichte Wesentliches zu einem vertieften Verständnis der Sachprobleme der ›Kritik der reinen Vernunft‹ beizutragen vermag.

Rezensionen

Günther Keil, Theologische Literaturzeitung

Das vorliegende Buch widmet sich besonders der Theologie, also der Gotteslehre des frühen Kant, wobei die Gottesbeweise im Vordergrund stehen [...] Dabei wird freilich immer wieder gezeigt, wie sehr das Gottdenken Kants in die Gesamtheit seines Denkens eingebunden ist [...] Der Verfasser hat m.E. aber auch gezeigt, daß der frühe Kant nicht nur als Vorstufe zum Kant der drei Kritiken zu interpretieren ist, sondern eine eigenständige philosophiegeschichtliche Größe darstellt, deren Theologie – unabhängig vom späten Kant – zu begegnen lohnt.

Günther Keil,
Theologische Literaturzeitung
Jean Ferrari, Archives de Philosophie

Durch die Klarheit seines Aufbaus, die Präzision und Stärke seiner Analysen, die nicht nur die veröffentlichten Schriften betreffen, sondern auch die ›Reflexionen‹ und die ›Vorlesungen‹, verdient das Buch von Robert Theis Aufmerksamkeit, nicht nur bei jedem Kantspezialisten, sondern auch bei denjenigen, die an der Ideengeschichte des 18. Jahrhunderts interessiert sind.

Jean Ferrari,
Archives de Philosophie

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