Jan Pinborg: Logik und Semantik im Mittelalter

Ein Überblick.

Umschlagfoto
1972
problemata 10
276 S., 14,8 x 20,5 cm.
Broschur
Deutsch
ISBN 978-3-7728-0336-9
Lieferbar
Einzelpreis:
€ 58,–

Die Logik und Semantik des Mittelalters hat ihren Ausgangspunkt in der Interpretation aristotelischer Texte. Ihre Entwicklung ist dadurch bestimmt, dass sich der von konkreten Gegenständen ausgehende Aristotelismus gegenüber den platonisierenden Interpretationen der Logica vetus immer mehr durchsetzt. Entscheidende Entwicklungsstufen sind die Entdeckung des ganzen Organons durch Abelard und seine Zeit, die konsequent aristotelische Wissenschaftstheorie bei Thomas von Aquin und Boethiuis von Dazien und die Unterscheidung zwischen sprachlicher Form und Wirklichkeit bei Ockham und seinen Zeitgenossen. Das Festhalten an dem aristotelischen Substanz-Begriff ist einer der Gründe, die eine konsequente semantische Theorie und formallogische Kalküle nicht gestatten. Trotz des Empirismus besteht aber ein reges Interesse für die formalen Distinktionen und Relationen. – Die Problemstellungen des Mittelalters tragen wesentliche Gesichtspunkte vor allem zur Diskussion der heutigen Fragen nach dem Zusammenhang von Logik, Sprachtheorie und Ontologie sowie wissenschaftlicher Sprache und Alltagssprache bei.

Rezensionen

Philosphische Rundschau

»Es ist nun Pinborgs Verdienst, [...] unter besonderer Betonung der Semantik im weiteren Sinne die eigentliche Leistungen der mittelalterlichen Logik herauszuarbeiten. [...] Es ist [...] ein bedeutsames Buch, gelehrt und hat ohne Zweifel seinen Platz in der Handbibliothek nicht nur des Mediävisten.«

Philosphische Rundschau
Mathematical Reviews

»This book is the best book of its kind to date.«

Mathematical Reviews

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